Purtin erpresst jetzt Finnland und Schweden

Russland droht mit dem Einsatz von Atomwaffen, falls Schweden und Finnland der NATO beitreten

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, drohte bereits am 21. Februar 2022 während einer Sitzung mit Mitgliedern des Sicherheitsrates in Moskau, dass der Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO eine neue Stationierung von Atomwaffen in der Ostseeregion bedeuten würde.
Medwedew: „Wenn Schweden und Finnland der NATO beitreten, wird sich die Länge der Landgrenzen der Allianz mit der Russischen Föderation mehr als verdoppeln“, so Medwedew. „Natürlich müssen diese Grenzen gestärkt werden. Die Bündelung der Bodentruppen und der Luftverteidigung muss ernsthaft verstärkt werden, und es müssen bedeutende Seestreitkräfte in den Gewässern des Finnischen Meerbusens stationiert werden.
In diesem Fall wird es nicht mehr möglich sein, über einen nicht-nuklearen Status des Baltikums zu sprechen – das Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden.
Es macht keinen Sinn zu behaupten, dass sich die Frage eines NATO-Beitritts dieser Länder ohne den Sondereinsatz in der Ukraine gar nicht gestellt hätte und die Situation für Russland einfacher gewesen wäre. Das ist nicht wahr.“

Finnland und Schweden überlegen ernsthaft eine NATO-Mitgliedschaft zu beantragen.
Die finnische Regierung hat den Gesetzgebern einen Sicherheitsbericht vorgelegt, und die schwedische Regierungspartei hat eine Überprüfung der sicherheitspolitischen Optionen eingeleitet.
Hintergrund ist, daß der Krieg Russlands gegen die Ukraine in den beiden traditionell militärisch bündnisfreien nordischen Ländern die Unterstützung für einen NATO-Beitritt wachsen ließ.

In Umfragen zeigt sich, dass die Mehrheit der Befragten in Finnland bereit ist, der NATO beizutreten.
Gleichermaßen sind die Befürworter des Bündnisses in Schweden ebenfalls in der Überzahl.
Der litauische Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas wies die russische Nukleardrohung zurück und behauptete, Russland verfüge bereits über Atomwaffen in der baltischen Region: „Atomwaffen wurden schon immer in Kaliningrad gelagert … die internationale Gemeinschaft, die Länder in der Region, sind sich dessen vollkommen bewusst … sie benutzen es als Bedrohung“.
Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad, der ehemalige Norden Ostpreußens mit der Hauptstadt Königsberg.

Mit demselben Vorgehen wurde – entgegen dem NATO-Rußland-Abkommen zunächst Georgien, dann die Ukraine erpresst.
In Georgien ließ Putin unter dem Vorwand, dort lebende Russen schützen zu wollen, seine Truppen in die Provinzen Abchasien und Südossetien einmarschieren und eine Südossetische Republik ausrufen (Norossetien gehört zu Rußland).
Tatsächlich sind die Ossetier ein iranischer Volksstamm.

In der Ukraine ließ Putin zunächst dort agierende russischstämmige Agitatoren mit Waffen ausrüsten und unterstützte deren Terror gegen die dort lebende Bevölkerung ebenfalls unter dem Vorwand, russischstämmige Ukrainer gegen die angebliche Unterdrückung aus Kiew schützen zu wollen.
Mit der Behauptung, die Don-Regionen Donezk und Luhanzk befreien zu wollen, marschierte er nicht nur dort in die Ukraine ein, sondern auch von Norden selbst aus Weißrußland (Belarus) und griff die Ukraine auch von Süden an.

Bereits im September 1999 hatte der damalige FSB-Chef und frühere höchstrangige KGB-Agent in der DDR, Wladimir Putin, als amtierender Ministerpräsident, laut französiaschen Recherchen Explosionen in Moskau inszeniert, um eine Rechtfertigung für die Fortsetzung des Krieges gegen die ebenfalks für ihre Unabhängigkeit streitenden Tschetschenen zu haben.

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