Ukraine aktuell

Russland feuerte schon 2400 Raketen vor allem auf zivile Infrastruktur und Wohnhäuser in der Ukraine ab

Seit Kriegsbeginn hat Russland gegen die Ukraine 2400 Raketen verschiedener Typen eingesetzt.
Das erklärte Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj in einer Rede vor Foreign Policy Community of Indonesia, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform. Die meisten Raketen wurde dem Staatschef zufolge auf zivile Infrastruktur, Industriewerke, Nahrungsmittellager, Wohnhäuser und auf die Bahn abgefeuert.
Die russischen Flugzeuge flogen in drei Monaten des Krieges mehr als 3000 Einsätze in der Ukraine, sagte der Präsident weiter. Im Land seien mehr als 600 medizinische Einrichtungen, fast 2000 Bildungseinrichtungen und dutzende religiöse Objekte zerstört worden.

Sjewjerodonezk unter Dauerbeschuss, aber nicht eingekesselt
Die Stadt Sjewjerodonezk befindet sich unter Dauerbeschuss des Feindes, ist aber nicht eingekesselt. Der Feind hält sich am Rande der Stadt auf, teilte der Leiter der militärischen Administration der Oblast Luhansk, Serhij Hajdaj, im Messengerdiens Telegram mit.
Nach seinen Worten zerstört die russische Armee die Stadt vollständig. „Sie beschossen die Stadt rund um die Uhr. Heute berichten die Medien von Raschisten, dass die Stadt vollständig abgeschnitten ist, vollständig umzingelt ist, das entspricht nicht der Wirklichkeit. Sie ist nicht abgeschnitten und nicht umzingelt“, betonte er.
Hajdaj zufolge dauern Kämpfe an und einige Einheiten der russischen Armee nahmen das Hotel „Myr“ im Stadtrand ein. „Sie kontrollieren dieses Hotel, dieses Gelände und ein Busbahnhof in der Nähe. Weiter können sie nicht vorrücken… Ich kann sagen, dass der Stadtrand stark umkämpft. Die Stadt ist aber nicht eingekesselt!“, erklärte er.

241 ukrainische Kinder seit Beginn russischer Invasion getötet, 5 Monate altes Baby gestern in Charkiw gestorben
Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine haben die russischen Truppen 242 Kinder getötet. Mehr als 438 Kinder wurden nach offiziellen Angaben verletzt, teilte das Büro der Generalstaatsanwältin auf Telegram mit (Stand: 27. Mai 2022).
Die Angaben sind nicht vollständig, weil sie noch in den Kampfgebieten, in den besetzten und befreiten Gebieten gesammelt werden, heißt es.
Die meisten Opfer unter den Kindern gab es dem Büro zufolge in den Regionen Donezk (151), Kyjiw (116), Charkiw (108), Tscherhihiw (68), Luhansk (50), Cherson (49), Mykolaiw (45), Saporischschja (28), Sumy (17), Schytomyr (15) und in der Stadt Kyjiw (16).
Am 26. Mai nahmen die Russen erneut die Stadt Charkiw erneut unter Artilleriebeschuss, gab Büro der Generalstaatsanwältin weiter bekannt. Acht Personen seien getötet worden, darunter ein fünfjähriger Junge und sein Vater. Die Mutter befinde sich im Krankenhaus.
17 Menschen wurden in Charkiw verletzt, darunter 9-jähriges Mädchen, heißt es.

Russland hat in der Ukraine ein hochmodernes Flammenwerfersystem eingesetzt
Die russische Armee hat das neueste schwere Flammenwerfersystem TOS-2 Tosochka in einem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt. Dies berichtete die TASS am Samstag, den 28. Mai, unter Berufung auf eine Quelle in den Sicherheitsdiensten.
„TOS-2-Systeme wurden in Richtung Charkiw eingesetzt“, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass die Russen während der so genannten „Spezialoperation“ viele militärische Innovationen „testen“.
TOS-2 Tosochka ist eine Weiterentwicklung des schweren Flammenwerfersystems TOS-1A Solntepek mit verbesserten taktischen und technischen Eigenschaften. Er basiert auf dem Ural-Fahrzeug mit verbesserter Ladekapazität und Geländegängigkeit. Sie verfügt über eine erhöhte Abschussreichweite für ungelenkte Raketen. Das Zielen, Abfeuern und die Feuerleitung des TOS-2 sind vollständig automatisiert. Ein Kran-Manipulator ist auf dem Fahrzeug montiert, so dass das System kein Transport-Ladefahrzeug benötigt. Der TOS-2 ist mit einem elektronischen Schutzsystem gegen Hochpräzisionswaffen ausgestattet.
Das russische Militär setzte das TOS-2 zum ersten Mal während der Hauptphase der strategischen Übungen Kavkaz-2020 auf dem Truppenübungsplatz Kapustin Yar in der Region Astrachan ein.
Am Vorabend veröffentlichte Michail Podoljak, Berater des Leiters des Präsidialamtes, auf Twitter ein Video über den Einsatz des Solntepek-Systems TOS-1A in der Ukraine. Dies ist Russlands schwerste nichtnukleare Waffe, die Menschen bei lebendigem Leib verbrennt. Podoljak forderte daraufhin die westlichen Länder auf, die Mehrfachraketen an die Ukraine zu übergeben.
Zuvor hatte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyjy, erklärt, dass die ukrainischen Verteidiger dringend Langstreckenwaffen benötigen.

Metinvest bezeichnet das russische Vorgehen in Mariupol als Piraterie
Metinvest hat erklärt, dass die russischen Besatzer Metallprodukte aus beschlagnahmten Unternehmen und dem Hafen von Mariupol rauben. Das Unternehmen sagte in einer Erklärung am Freitag, den 27. Mai.
„Am Tag des Kriegsbeginns wurden im Hafen von Mariupol Stahlprodukte in den Unternehmen der Metinvest-Gruppe – Azovstal und Ilyich Iron and Steel Works – hergestellt. Die besagten Stahlerzeugnisse sollen an Kunden in verschiedenen Ländern, darunter Spanien, Italien, Belgien, Griechenland, Portugal und die Türkei, exportiert werden“, heißt es in der Erklärung.
Es wird darauf hingewiesen, dass zum Zeitpunkt der Invasion mehrere Handelsschiffe im Hafengebiet entdeckt wurden: Smarta (Liberia), Azov Concord (Malta), Azburg (Dominica), Tzarevna (Malta), Blue Star I (Panama) und Lady Augusta (Jamaika), auf denen bereits 28 Tausend Tonnen Stahlprodukte geladen waren.
Das Unternehmen glaubt, dass die Besetzer diese Schiffe nutzen können, um gestohlene Metallprodukte von Metinvest in die Häfen von Rostow, Taganrog, Noworossijsk, Tuapse und das besetzte Sewastopol zu exportieren, „um die gestohlenen Produkte weiter illegal an afrikanische Länder zu verkaufen und die Sanktionspolitik gegen Russland zu unterstützen.
Es wird darauf hingewiesen, dass nach dem Völkerrecht und der ukrainischen Gesetzgebung die Handlungen der Vertreter des Angreiferlandes alle Merkmale von Piraterie und Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges in Form von Plünderungen aufweisen, die schwere internationale Verbrechen darstellen.
Metinvest beabsichtigt, alle möglichen rechtlichen Anstrengungen zu unternehmen, um alle Täter und ihre Komplizen zur Verantwortung zu ziehen.
Zuvor hatte der Geschäftsmann Rinat Achmetow versichert, dass Azovstal und Illich Steel nach der Räumung wiederhergestellt würden, die Unternehmen würden nicht für Russland arbeiten.

Lawrow: Westliche Staatenlenker haben „Unfehlbarkeitskomplex und eine gewisse Paranoia“
Nach Ansicht des russischen Außenministers Sergei Lawrow wird die neokolonialistische Politik westlicher Politiker von Größenwahn und Anspruchsdenken angetrieben. Auch eine gewisse Paranoia leitet sie, sagte Russlands Spitzendiplomat gegenüber RT.
Westliche Oberhäupter halten sich selbst für außergewöhnlich und werden von Größenwahn und irrationalen Ängsten getrieben, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview mit RT Arabic.
Lawrow betonte laut dem russischen Propagandainstrument RT: „Wir wissen, dass unsere westlichen Freunde viele Phobien, viele Komplexe haben. Sie haben einen Überlegenheitskomplex, den Unfehlbarkeitskomplex, und ich glaube, sie haben auch eine gewisse Paranoia.“
„Jeder Prozess, der den Westen nicht einbezieht, den der Westen nicht kontrolliert, wird von ihnen als Opposition, als Herausforderung ihrer Vorherrschaft wahrgenommen“, erklärte er und bezog sich dabei auf verschiedene regionale Integrationswirtschaftliche Gruppen und Organisationen, an denen Russland beteiligt ist. „Es ist höchste Zeit, dass sie sich diese Gewohnheit abgewöhnen.“
Mit diesen Äußerungen verteidigte Lawrow Moskaus Widerstand gegen die USA und ihre Verbündeten, denen Russland vorwirft, anderen Nationen mit unlauteren Methoden ihren Willen aufzuzwingen. Das Bestreben, Russland mit Wirtschaftssanktionen und diplomatischer Isolation für den Angriff auf die Ukraine zu bestrafen, in den Washington die ganze Welt einbeziehen will, sei das jüngste Beispiel, so Russlands Spitzendiplomat.
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„Die Anmaßung des angelsächsischen Bündnisses kennt keine Grenzen, und wir finden jeden Tag eine Bestätigung dafür“, sagte er. „Der Westen schickt jeden Tag seine Abgesandten und Emissäre in ausnahmslos jede Hauptstadt, um Ultimaten zu stellen und zu erpressen.“
Russland sei erfreut darüber, dass die meisten Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika dem Druck widerstehen, sagte Lawrow. „Diese Länder wollen ihre nationale Würde nicht aufs Spiel setzen und als Diener im Auftrag [des Westens] herumlaufen“, sagte er.
Diese Haltung ist nicht neu und stellt die moderne Version des europäischen Kolonialismus dar, so Lawrow. Glücklicherweise begünstige die Geschichte eine multilaterale Zukunft für die Welt, sodass die westlichen Nationen, die versuchen, ihren dominanten Status zu bewahren, gegen den natürlichen Fortschritt der Menschheit handeln.
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Das Anspruchsdenken des Westens, mit der Welt zu machen, was er will, habe oft katastrophale Folgen, so Lawrow. Dies war der Fall bei Jugoslawien in den 1990er-Jahren, das zerstört wurde, als die USA beschlossen, dass ihre Interessen dies erforderten, beim Irak 2003, als die USA unter falschen Vorwänden in das Land einmarschierten, und bei Libyen im Jahr 2011, erinnerte der russische Außenpolitiker.
„Sicher, sowohl im Irak als auch in Libyen gab es autoritäre Regime, aber es gab dort keine Terroristen. Es gab keine ständigen Kämpfe und militärischen Provokationen“, betonte er. Lawrow fügte hinzu:
„Das ist die Mentalität der westlichen Staaten. Sie glauben, dass ihre Sicherheit von der ganzen Welt abhängt und dass sie daher die Welt beherrschen sollten.“

Quelle

Die derzeitige Krise in der Ukraine habe dieselbe Ursache, nämlich die Missachtung der nationalen Sicherheit Russlands durch den Westen, erklärte Lawrow weiter. Der Westen habe jahrzehntelang Moskaus Einwände gegen die NATO-Erweiterung in Europa einfach ignoriert und Moskau zur militärischen Option gedrängt, um die Bedrohung einzudämmen, so der Außenminister.

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