Kriegspropaganda

„Im Krieg stirbt die Wahrheit zuletzt“

Diese Erfahrung macht Deutschland seit Ende des 2. Weltkrieges auch dank – aber nicht nur – russischer Propaganda.
Die neueste Variante liest sich so:

Schlangeninsel: Ist Russland abgezogen oder von der Ukraine vertrieben worden?
Das russische Verteidigungsministerium hat den Rückzug der Truppen von der Schlangeninsel im Schwarzen Meer nahe der Stadt Odessa angekündigt.
Russland bezeichnet den Schritt als einen „Akt des guten Willens“, um die Bemühungen der UNO zur Förderung der ukrainischen Getreideexporte auf dem Weltmarkt zu unterstützen.

Quelle

Die UNO hat sich zu dieser Entwicklung nicht geäußert.
Kiew seinerseits behauptet, Russland habe sich nicht zurückgezogen, sondern sei von der ukrainischen Armee vertrieben worden.

Ukraine: Russen verließen die Schlangeninsel, weil sie ukrainische Angriffe nicht ertragen konnten
Nach Worten des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Valeri Saluschnyj, haben die russischen Besatzer die Schlangeninsel verlassen, weil sie die Artillerie- Raketen- und Luftangriffe nicht ertragen konnten. Das gab er im Messengerdienst Telegram bekannt.
Der Oberbefehlshaber bedankte sich bei den Verteidigern von Odessa, die „maximale Maßnahmen für die Befreiung des strategisch wichtigen Gebiets“ und bei Entwicklern und Herstellern der ukrainischen Haubitze „Bohdana“, die eine wichtige Rolle bei der Befreiung der Insel spielte. Er dankte auch den ausländischen Partnern für die gelieferten Waffen.
Das operative Kommando Süd teilte zuvor mit, dass die Russen nach einer Operation der ukrainischen Armee die Reste ihrer Garnison evakuierten.

„Heiße“ Region Luhansk, Beschuss der Region Tschernihiw und Explosionen in Mykolajiw: kurzer Überblick nach Regionen
In der Region Luhansk eröffneten russische Truppen das Feuer mit allen verfügbaren Waffentypen.
Das geht aus dem zusammengefassten Bericht der regionalen Militärverwaltungen über die Lage in den Regionen der Ukraine zum Stand von 8:00 Uhr hervor.
In der Region Luhansk eröffneten die Russen im Laufe des Tages das Feuer mit allen verfügbaren Waffentypen auf Prywillja, Lyssytschansk, Wowtschojariwka, Solotariwka, Loskutiwka, Werchnokamjanka, Bilohoriwka. Viele Zerstörungen. Es gibt keine Tote oder Verletzte. Informationen werden aktualisiert.
In der Region Tschernihiw beschossen russische Truppen nachts mit Mörsern Gebiete in der Nähe des Dorfes Butschky (Nowhorod-Siwerska Gemeinde) und mit der Artillerie den Raum des Dorfes Hremjatsch (Nowgorod-Siwerska Gemeinde).
In Charkiw verübten die Russen gegen 4 Uhr morgens mehrere Angriffe im Bezirk Nemyschljanskyj. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Verletzten. In der Region Charkiw beschossen die Russen die Bezirke Tschuhuyjiw, Izsjum, Charkiw und Losiw. Gestern haben die Eindringlinge das Dorf Wilchiwka, Rayon Charkiw, angegriffen, brannte ein Landhaus. Es gibt keine Opfer. Auch in der Stadt Derhatschi brannten ein Dach und ein Haus nach Beschuss teilweise nieder. Drei Menschen wurden im Laufe des Tages in der Region durch Beschuss der Russen verletzt.
In der Region Donezk verübten russische Truppen binnen des Tages 6 Raketenangriffe – auf Bachmut (3), Wosdwischenka, Schelanne, Tschasiw Jar. Darüber hinaus setzte der Feind entlang der gesamten Frontlinie Kleinwaffen, Artillerie, Luftfahrt, Mehrfachraketenwerfer „Grad“, „Smertsch“ und „Uragan“ ein. In Bachmut beschossen die Russen einen Wohnsektor, das Einkaufszentrum „Ukraine“ und eine Schule; in Awdijiwka – Wohnsektor, Bahnübergang, Garagengenossenschaft, Datschengenossenschaft; in Slowjansk – Wohnsektor und eine Reihe von Siedlungen, darunter Siedlung städtischen Typs Piwdenne, Piwnitschne, Oleksandriwka und andere. 52 Objekte wurden beschädigt. In der Region wurden im Laufe des Tages drei Menschen getötet, 11 wurden verletzt, darunter ein 11-jähriges Kind.
Am Morgen waren in Mykolajiw Explosionen zu hören. Details werden geklärt. In der Gemeinde Beresnehuwate werden die Dörfer entlang der Kontaktlinie weiter befeuert. Angaben zu Opfern und Schäden werden genauer gefasst.
In der Region Cherson ist die Situation kritisch: Viele Siedlungen bleiben ohne Wasser und Strom, es gibt keine Möglichkeit, in ein Dorf zu gelangen oder es zu verlassen. In einem Teil des Territoriums der Region sind Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Straßen sowie Häuser beschädigt und Felder vermint.
Gleichzeitig verging die Nacht relativ ruhig in den Regionen Wolhynien, Transkarpatien, Riwne, Iwano-Frankiwsk, Lemberg, Czernowitz, Winnyzja, Saporischschja, Chmelnyzkyj, Ternopil, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Tscherkassy, Odessa, Poltawa, Sumy, Schytomyr und Kyjiw.


Russen greifen Hafeninfrastruktur und Unternehmen von Mykolajiw mit Raketen an

Mykolajiw erlitt neue Raketenangriffe, die Hafeninfrastruktur und private Unternehmen wurden beschossen, auch werden Gemeinden der Region befeuert, es gibt einen Toten, ließ der Leiter von Mykolajiwer Regionalmilitärverwaltung auf Telegram mitteilen, berichtet Ukrinform.
„Am Morgen des 1. Juli sind 12 Raketen in Mykolajiw eingeschlagen. Die Hafeninfrastruktur und private Unternehmen sind beschossen worden, darunter ein Hersteller von Parfums und Kalk. Nach Angaben der Militärkommandantur für Verteidigung der Stadt Mykolajiw wurde eine der feindlichen Raketen abgeschossen“, heißt es in der Mitteilung.
Auch am Morgen des 2. Juli waren in Mykolajiw erneut Explosionen zu hören. Informationen über die Folgen werden genauer gefasst.
Des Weiteren war am 1. Juli die Gemeinde Schyrokiw angegriffen. Ein Haushalt wurde getroffen. Der Beschuss von Dörfern entlang der Kontaktlinie in der Gemeinde Beresnehuwate geht weiter. Angaben zu Opfern und Schäden werden geklärt.
Am Nachmittag des 1. Juli wurde der Beschuss der Dörfer Halyzyniwka, Lyman der Gemeinde Halyzyn und des Dorfes Bilosirka der Gemeinde Perschomajsk registriert. Dabei wurde im Dorf Bilosirka ein Haus beschädigt und eine Person getötet.
Wie berichtet, wurden seit Beginn des Krieges im Gebiet Mykolajiw mehr als 6.400 zivile Objekte beschädigt.

Der ukrainische Generalstab aktualisiert Kampfverluste russischer Truppen auf nahezu 36.000 Invasoren
Die Kampfverluste der russischen Truppen vom 24. Februar bis 02. Juli werden auf etwa 35.870 (+120) getötete Invasoren geschätzt.
Das gab der Pressedienst des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt.
Die Streitkräfte der Ukraine zerschlugen außerdem 1.582 (+5) Kampfpanzer, 3.737 (+1) gepanzerte Kampffahrzeuge, 800 (+4) Artilleriesysteme, 246 (+0) Mehrfachraketenwerfer, 105 (+0) Luftabwehrsysteme, 217 (+0) Flugzeuge, 186 (+0) Hubschrauber, 2.614 (+4) Kraftfahrzeuge und Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, 15 (+0) Schiffe/Boote, 653 (+8) Drohnen, 61 (+0) spezielle Fahrzeuge. 144 (+1) Marschflugkörper wurde abgeschossen.
Die Angaben werden ständig aktualisiert. Die Berechnung wird durch die hohe Intensität der Kampfhandlungen erschwert.
Am 24. Februar erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion der Ukraine. In der Ukraine wurde das Kriegsrecht verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Das Land wehrt sich gegen die Eindringlinge.

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