Russische Truppen in Weißrußland eingetroffen

Die ersten Eisenbahnzüge mit russischen Soldaten, die Teil der regionalen Truppengruppe sind, sind in Belarus angekommen.

Wie Ukrinform berichtet, meldet dies das weißrussische Verteidigungsministerium auf Telegram.
Die genaue Zahl der Soldaten ist nicht angegeben.
Reform.by schreibt, dass der selbsternannte Präsident von Weißrussland, Alexander Lukaschenko, diese Woche erklärte, dass Belarus und Russland mit der Stationierung der regionalen Gruppierung des verbündeten Staates begonnen haben. Er teilte mit, dass Tausende russische Soldaten nach Belarus kommen sollen. Lukaschenko begründete die Stationierung der Regionalgruppe mit der angeblichen „Vorbereitung auf den Angriff der Ukraine und der Nato-Staaten“. Ihm zufolge wird sie aus 70.000 belarussischen Soldaten bestehen, und die Zahl des russischen Kontingents sei noch nicht klar.

Wie berichtet, hat die Europäische Union Belarus aufgefordert, die Nutzung seines eigenen Territoriums als Platz für russische Raketen nicht mehr zuzulassen, und warnt vor der Bildung einer „russisch-belarussischen Truppengruppe“, da ein solcher Schritt des weißrussischen Regimes auf eine Eskalation der Aggression abzielt und ohne Reaktion der EU nicht bleiben wird.

Lukaschenko bestätigt weißrussische Beteiligung an der russischen „Sonderoperation“ in der Ukraine
Die Lösung des Konflikts in der Ukraine sei innerhalb einer Woche möglich, alles hänge von der Haltung der USA und Großbritanniens ab, sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit dem US-Sender NBC, aus dem die Nachrichtenagentur BelTA auszugsweise zitierte. Lukaschenko stellte fest:
„Alles hängt von den USA und dem Vereinigten Königreich ab. Wenn Sie verstehen und damit einverstanden sind, dass wir uns morgen an den Tisch setzen und zu einer Einigung kommen, glauben Sie mir, wir werden innerhalb einer Woche zu einer Einigung kommen.“
Außerdem bestätigte er die weißrussische Beteiligung an der russischen Sonderoperation in der Ukraine. Diese Unterstützung bestehe jedoch im Schutz der Westgrenze des Unionsstaates vor möglichen Angriffen aus Polen und Litauen. Lukaschenko erklärte:
„Heute besteht unsere Beteiligung darin, dass wir Russen und Ukrainer ärztlich behandeln, Russen und Ukrainer mit Lebensmitteln versorgen und überwiegend Flüchtlingen aus der Ukraine Asyl gewähren. Täglich kommen zu uns jeweils 400 bis 500 Menschen.“
Der weißrussische Staatschef betonte gleichzeitig, sein Land habe in der Ukraine niemanden getötet und habe es auch nicht vor. Moskau habe Minsk um die Beteiligung an den Kampfhandlungen nicht gebeten. Weißrussland habe nicht vor, sich in die Kampfhandlungen hineinziehen zu lassen. Der Westen wolle dies aber nicht hören.
Das weißrussische Verteidigungsministerium hat am Samstag außerdem die Ankunft erster Eisenbahnzüge mit russischen Armeeangehörigen bestätigt.

Quelle

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte diese Maßnahme mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am 10. Oktober vereinbart. Er begründete diesen Schritt mit einer Zuspitzung der Situation an der Westgrenze des Unionsstaates.

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