Das EU-Projekt CHAIN

Mädchen und Frauen wirksam vor Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung schützen

Weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation / FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung (early and forced marriage / EFM) sind zwei Formen von geschlechtspezifischer Gewalt, die häufig ineinander verschränkt sind.
Im EU-Projekt CHAIN hat TERRE DES FEMMES gemeinsam mit vier weiteren europäischen Partnerorganisationen daran gearbeitet, dass Mädchen und Frauen frei von dieser Gewalt bleiben.

Nach zwei Jahren neigt sich das Projekt dem Ende zu. Wir blicken zurück auf das Erreichte – aber wir schauen auch nach vorn und wissen: es ist noch Vieles zu tun. Dafür bitten wir Sie heute um Ihre Unterstützung.

Denn FGM und EFM zu beenden, braucht Zeit. Es bedarf viel Geduld, Tatkraft und Hartnäckigkeit, diese Themen und die davon betroffenen Mädchen und Frauen immer wieder sichtbar zu machen, und zu erklären, welche Folgen – körperlich und seelisch – eine Beschneidung hat, und was es bedeutet, gegen den eigenen Willen mit einem fremden Menschen verheiratet zu werden.

Auch braucht es einen langen Atem, um in Deutschland Behörden und Fachkräfte zu sensibilisieren und zu schulen, so dass eines Tages jedeR PolizistIn, jede Lehrkraft, jede Ärztin und jeder Sachbearbeiter für Asylrecht weiß, was zu tun ist, wenn ein Mädchen oder eine Frau Hilfe brauchen.

Die Arbeit der Community TrainerInnen des CHAIN-Projekts ist dafür von enormer Bedeutung. Sie leisten in ihren Diaspora-Communities Aufklärungsarbeit und sie schulen Fachkräfte.

Das Projekt CHAIN kann bereits auf einige Meilensteine zurückblicken:

Im Mai haben wir die erste interdisziplinäre Handlungsempfehlung für Institutionen und Einrichtungen in Berlin veröffentlicht, die mit Gefährdeten und Betroffenen in ihrem Berufsalltag in Kontakt kommen können. Diese Handlungsempfehlung soll Fachpersonal mehr Handlungssicherheit und Orientierung geben.

Kurzvideos in zehn Sprachen sollen Eltern und betroffenen Communities als Denkanstoß, Diskussionsanreiz und Handreichung dienen, um den Gewaltkreislauf von FGM und EFM zu durchbrechen und die nächste Generation von Mädchen vor den Folgen dieser schädlichen Praktiken zu bewahren.

Im Mai 2022 trafen sich die CHAIN Community TrainerInnen aus den beteiligten EU-Ländern Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland zum Austausch über ihre Erfahrungen aus ihren Aufklärungsaktivitäten in den Diaspora Communities. Bei dem Treffen wurde deutlich, dass auch am Ende des Projektes eine große Motivation der TrainerInnen besteht, nicht nachzulassen und weiblicher Genitalverstümmelung und Früh-/ und Zwangsverheiratung weiterhin mit starken Stimmen entgegenzutreten.

Damit wir unsere Arbeit zur Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung und Früh-/Zwangsverheiratung auch nach dem Ende des CHAIN-Projekts fortführen können, bitten wir Sie herzlich, uns zu unterstützen.

Wir bedanken uns von Herzen für jede Unterstützung. Ohne Sie wäre unsere Arbeit für ein unversehrtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen nicht möglich.

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