False-Flag-Aktion?

Wer steckt hinter den Anschlägen auf die Nordstream-Pipelines?
Nach den Anschlägen auf die beiden Nordstream-Pipelines steht nur eines fest: Es handelt sich um Sabotage.
Mit großer Sicherheit steckt eine ausländische Macht dahinter.
Nur wer Verursacher war. ist (noch) Gegenstand von Spekulationen.
Die Hauptverdächtigen sind die USA und Rußland, aber auch die Ukraine oder Polen könnten darin mehr als verwickelt sein.
In der Tat wimmelt es in der Ostsee von Kriegsschiffen sowohl der NATO als auch Rußlands.

Beide Röhren der Ostseepipeline waren in der Nacht zum 26. September beschädigt worden.
Drei von insgesamt vier Gaslecks befinden sich in der schwedischen Wirtschaftszone nordöstlich der Insel Bornholm, das andere bei Bornholm in dänischer Wirtschaftszone.

Joe Biden: „Bei russischem Angriff ist Nord Stream 2 gestorben“
Ein just nach den Anschlägen kursierendes Video (siehe oben) lenkt den Verdacht auf die USA.
Am Montag, 7.2.2022, haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Washington Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden mit harten und weitreichenden Sanktionen gedroht, sollte Russland eine Invasion in der Ukraine beginnen.
Falls Russland in der Ukraine einmarschiert, dann wird es Nord Stream 2 nicht länger geben”, sagte Biden nach einem Gespräch mit Kanzler Olaf Scholz.
Wir werden dem ein Ende setzen“,  war Bidens Antwort auf die anschließende Frage, wie die USA dies schaffen wollen: „Ich verspreche Ihnen, dass wir in der Lage sein werden, das zu tun“.
Scholz versicherte, man werde alle Sanktionsschritte bei einer Eskalation gemeinsam gehen.
Nun verkündet die russische Propaganda mit den Worten „Wir haben Beweise„, der russischer Auslandsgeheimdienst wisse mehr über westliche Nord-Stream-Sabotage.
Vorgelegt sind diese „Beweise“ bisher nicht.
Aber der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR Sergei Naryschkin ist davon überzeugt, dass der Westen in die Nord-Stream-Vorfälle verwickelt ist.
Der Westen versuch die Beweise zu verschleiern, die aber bezüglich der Organisation und Durchführung der Sprengungen auf eine Spur in Richtung Westen deuten würden.
Zuvor hatte der erste stellvertretende Ständige Vertreter Russlands bei der UNO Dmitri Poljanski bekannt gegeben, dass auf Antrag Russlands am 30. September eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu den Explosionen an Nord Stream stattfinden werde.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erinnerte an die Äußerungen von US-Präsident Joe Biden im Februar, der versprochen hatte, Nord Stream 2 „loszuwerden“, wiewohl man aber nicht wisse, was der Chef des Weißen Hauses damit gemeint habe.

False-flag gegen Rußland?
Indessen gilt in westlichen Kreisen Rußland als der Hauptverdächtige.
Es klingt zwar unlogisch, weil Rußland dabei ja seine eigenen Pipelines zerstört hätte, andererseits könnte es nach den Rückschlägen in Putins „Spezialoperation“ mit dem Überfall auf die Ukraine eine weitere Verzweiflungstat im Sinne, verbrannte Erde zu hinterlassen, sein – mit der man gleichwohl durch Streuung des Biden-Videos aus dem Februar den Verdacht auf die USA lenken möchte.
Das gilt um so mehr, als die von Putin schlau als großzügiges Angebot gestellte Falle, über Nordstream 2 mit günstigem Gas Deutschland vor dem Erfrieren zu retten, nicht aufgegangen ist.
Etliche seiner Trolle aus Wirtschaft und Industrie bliesen ja angstbesessen in dasselbe Horn.
Immerhin hatte sich auch schon Donald Trump geschäftstüchtig gegen das von der CDU-Alt-Kanzlerin und Putin-Versteherin mit knallroter Vergangenheit, Angela Merkel, eingefädelte Gasgeschäft mit Rußland gewehrt und auf die jetzt zutage getretene Abhängigkeit hingewiesen.

Schadenfreude in Polen?
Am 27. September dankte Polens Ex-Außenminister Radosław Sikorski den USA für die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines.
In einem Tweet schrieb Sikorski „Danke, USA“, versah diesen mit einem Foto vom Ort des Geschehens, dem Hashtag #Nordstream und zitierte auch US-Präsident Joe Bidens Versprechen (siehe oben) vom 7. Februar zu Nord Stream 2.
Damit lenkte er den Verdacht auf die USA.
Ob er auch von einem vagen Verdacht gegen sein eigenes Land ablenken wollte, bleibt dahingestellt.
Am gestrigen 29. September löschte er diesen Beitrag – wohl auf Druck seiner Regierung.
Sikorski war zwischen 2007 und 2014 Polens Außenminister, ist Mitglied des Europaparlaments und sitzt dessen Delegation für die Beziehungen zu den USA vor.
Niemand anderes als die US-Historikerin Anne Applebaum von der US-Denkfabrik Council of Foreign Relations ist seine Ehefrau mit sehr guten Beziehungen in US-Regierungskreise.
Polen war von Anfang der Nordstream-Planungen an ein scharfer Gegener dieses Projektes.
Es fürchtete den Ausfall von Einnahmen aus der Durchleitung von Gas über die JAMAL-Pipeline quer durch Polen.

Die ukrainische Interessenlage
Saboteure aus der Ukraine wären durchaus ebenfalls in der Lage gewesen, diese Sabotage-Akte zu unternehmen und hätten nauch ein Motiv.
Immerhin können sich diese noch gut auf harte und effektive Ausbildungen in der damaligen Sowjetunion stützen, was der Ukraine auch im Widerstand gegen Putins Überfall nützt.
Die immer öfter zu hörenden Forderungen von wirtschaftlichen bis in politische Kreise Deutschlands, doch Nordstream2 zu öffnen oder zumindest das dort eingefüllte Gas abzupumpen, können nicht im Interesse der Ukraine sein.
Ihr Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Deutschen mehrfach zu einem Boykott von russischem Gas und anderen Waren aufgerufen, damit Putin das Geld für den Krieg gegen sein Land ausgeht.

  • Einziger Fakt ist, daß Nordstream 1 und insbesondere Nordstream 2 die Interessenlagen vieler Länder tangiert.
    Wie auch immer das False-flag-Spiel ausgehen wird, den Schwarzen Peter hat schon jetzt wieder einmal Deutschland.

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